Mann mit Handgranate in Wachzimmer

Eine heikle Szene hat sich Freitagmittag in einer Polizeidienststelle in der Pappenheimgasse in der Brigittenau abgespielt: Ein 46-jähriger Mann tauchte dort mit einer Handgranate, einem Gewehr und Munition auf.

Der Mann übergab den Beamten die explosiven Objekte und gab an, die Gegenstände bei der Entrümpelung einer Wohnung in der Ybbsstraße im Bezirk Leopoldstadt gefunden zu haben. Dabei handelte es sich nicht um die Wohnung des 46-Jährigen, er sei lediglich aufgrund eines Gerichtsbeschlusses mit der Räumung beauftragt worden.

Polizeidienststelle unverzüglich gesperrt

„Er hat den Beamten ein Gewehr, eine Handgranate und Munition auf den Tresen der Polizeiinspektion gelegt“, schilderte Polizeisprecher Thomas Keiblinger den Vorfall. Der Polizist habe einen Vorgesetzten informiert, der die Waffen an sich genommen und in einem extra Raum verwahrt habe.

Die Beamten sperrten die Polizeiinspektion sofort für den Parteienverkehr und verständigten den Entminungsdienst. Von diesem wurden die aufgefunden Gegenstände entsorgt. Ob es sich um scharfe Waffen gehandelt hatte, konnte Keiblinger nicht bestätigen. Das Gewehr sei jedenfalls voll funktionstüchtig gewesen. Derartige Dinge seien immer fachgerecht zu entsorgen, sagte er im Interview mit Radio Wien. Bei der Handgranate dürfte es sich um ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg handeln.

Vormieter hinterließ Granate

Erst am Donnerstag war bei Renovierungsarbeiten in Wien-Margareten in einer Wohnung eine Handgranate entdeckt worden. Vermutlich hatte sie der vorherige Mieter hinterlassen.

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