U4-Sperre und U1-Ausbau im Mittelpunkt

Die Teilsperre der U4 wegen der Sanierung der Strecke und der Ausbau der U1 in Wien-Favoriten stehen heuer für die Wiener Linien im MIttelpunkt. Für den Ersatzverkehr bei der U4-Sperre wird derzeit ein Konzept erarbeitet.

Für viele Fahrgäste der U4 wird es heuer einige Einschränkungen geben: Von Mai bis September fahren keine Züge zwischen Hütteldorf und Schönbrunn, wobei die Station Hietzing im Mai und Juni noch angefahren wird. Geplant sind die Sanierung von Stationsgebäuden sowie die Erneuerung von Stellwerken, Gleisen und des Gleisuntergrundes.

Die Arbeiten zur Sanierung der U4-Trasse sollen bis 2020 dauern, insgesamt investieren Stadt Wien und Wiener Linien 335 Millionen. Die Vorbereitungen laufen bereits seit längerem - mehr dazu in 1.600 Bohrungen für U4-Sanierung (wien.ORF.at; 17.9.2015), U4-Sanierung: Erste Arbeiten laufen (wien.ORF.at; 14.5.2014) und U4 wird zum Teil gesperrt (wien.ORF.at; 21.8.2013).

U4-Garnitur auf der Strecke zwischen den Stationen Hütteldorf und Ober St. Veit
Wiener Linien/Helmer
Die Linie U4 wird zwischen Mai und September nicht zwischen Hütteldorf und Schönbrunn unterwegs sein

Im Zuge der U4-Sanierung ist derzeit die Station Stadtpark teilweise gesperrt. Die Bahnsteige, Dachstühle, Stiegenaufgänge und das zur U-Bahn-Station gehörende Gebäude werden runderneuert. Deshalb halten derzeit keine Züge in Fahrtrichtung Hütteldorf in der Station, nach Abschluss der Arbeiten auf diesem Bahnsteig wird der Bahnsteig Richtung Heiligenstadt saniert und daher gesperrt - mehr dazu in U-Bahn-Station Stadtpark teilweise gesperrt (wien.ORF.at; 30.11.2015).

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„Radio Wien“-Reporter Hadschi Bankhofer mit Fahrgästen der U4 zur Sperre im Sommer

Ausbau der neuen U1-Stationen

Bis zum Herbst 2017 soll die Verlängerung der U1 in Favoriten fertig sein, 600 Millionen Euro werden in die 4,6 Kilometer lange Strecke investiert. Fünf neue Stationen werden gebaut: Von der jetzigen Endstation Reumannplatz geht es über die neuen Stationen Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse und Neulaa zur neuen Endstation Oberlaa.

Der Bereich Troststraße ist laut Wiener Linien schon fast fertig. Bei den anderen Stationen wird heuer die Haustechnik in den Gebäuden installiert, auch die Verglasung der Stationszugänge wird vorangetrieben. Seit kurzem ist das Fundament der neuen Trasse komplett betoniert, teilweise sind die Schienen schon verlegt - mehr dazu in U1-Verlängerung: Trasse komplett betoniert (wien.ORF.at; 17.12.2015).

U1-Verlängerung
ORF
Die neuen Stationen der U1 in Favoriten

Trasse für U5 und neue Straßenbahnlinien

Nach der Eröffnung der U1-Verlängerung sind ab 2018 die Arbeiten für die neue Linie U5 sowie für die neue Trasse der U2 geplant. Für die U5 ist vorerst das Teilstück zwischen Rathaus und Altem AKH geplant. Die U5 soll nicht nur die erste U-Bahn-Linie ohne Fahrer werden sondern auch bei den Stationen optisch hervorstechen - mehr dazu in U5: Design der Stationen präsentiert (wien.ORF.at; 9.7.2015), Neue U5 fährt vollautomatisch (wien.ORF.at; 2.6.2015) und Stadt fixiert Trassen von U2 und U5 (wien.ORF.at; 27.6.2014).

Auch bei den Straßenbahnlinien sind Verlängerungen geplant. Die Linie O soll in den nächsten Jahren vom Praterstern in das Nordbahnhof-Gelände weitergeführt werden, die Linie D vom Hauptbahnhof zum Sonnwendviertel. Dazu haben SPÖ und Grüne im Koalitionspakt Machbarkeitsstudien vereinbart, in denen Straßenbahnlinien als Ersatz für überlastete Buslinien geprüft werdne sollen - mehr dazu in Studien für Straßenbahn statt Bussen.

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