Zweiter Lift am Stephansplatz?

Der Stephansplatz soll „zeitnah“ umgebaut werden und einen neuen, einheitlichen Straßenbelag bekommen. Zuvor werden die Wasser- und Kanalrohre erneuert. Die Wiener Linien prüfen auch den Einbau eines zweiten Lifts zur U-Bahn.

Geht es nach dem neuen ÖVP-Bezirksvorsteher Markus Figl, dann sollte am Stephansplatz ein zweiter Lift zur U-Bahn errichtet werden. Denn beim einzigen Lift im Haas-Haus bilden sich oft lange Warteschlangen. „Ein Lift ist einfach nicht genug. Der Stephansplatz ist eine zentrale Drehscheibe und viele Menschen sind auf den Lift angewiesen“, so Figl gegenüber „Wien heute“. Ein möglicher Standort könnte „in einer Seitenstraße“ sein.

Liftkosten in Millionenhöhe

Die Wiener Linien stehen der Idee positiv gegenüber. „Ein zweiter Lift ist schon lange Wunsch der Fahrgäste. Wir schauen uns an, ob wir einen Lift unterbringen können bzw. ob es technisch möglich ist. Nachträglich etwas einzubauen ist sicher mit Kosten in Millionenhöhe verbunden", so Wiener-Linien-Sprecher Dominik Gries. Derzeit suchen Experten einen geeigneten Standort. Denn das Ensemble des Stephansplatzes soll durch ein Lifthäuschen nicht beeinträchtigt werden.

Lift am Stephansplatz
ORF
Viele Menschen sind auf den einzigen Lift am Stephansplatz angewiesen

Verkehr beschädigte Pflastersteine

Die Planungen für den neuen Bodenbelag rund um den Stephansdom laufen bereits auf Hochtouren. Der Lieferverkehr setzte den über 30 Jahre alten Pflastersteinen zu. Bei dieser Gelegenheit wird auch die unterirdische Virgilkapelle besser abgedichtet. Wasserschäden wie in der Vergangenheit sollen künftig verhindert werden - mehr dazu in Kapelle unter Stephansplatz wieder zugänglich.

Sendungshinweis:

Wien heute“, 27.1.2016

13 bis 15 Millionen Euro wird der Umbau des Stephansplatzes kosten. Figl: „Den Hauptteil hat die Stadt Wien gemeinsam mit dem Bezirk zu tragen.“ Die Bauarbeiten in der Fußgängerzone sollen noch heuer starten.

Stadt unterstützt Bezirksvorsteher

„Die Sanierung des Stephansplatzes hat hohe Priorität, die Planungen für den Umbau laufen, mit der Sanierung soll zeitnah begonnen werden“, heißt es aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Figl solle als neuer Bezirksvorsteher die Möglichkeit haben, „sich noch in die Planung einzubringen und Details zur Diskussion zu stellen“.

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