Parkpickerl-Einführung in Währing beschlossen

Die neue Währinger Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) hat ihr Wahlkampfversprechen eingelöst: Am Donnerstag ist die Einführung des Parkpickerls im Bezirk beschlossen worden. ÖVP, FPÖ und NEOS stimmten dagegen.

Das Parkpickerl bzw. die kostenpflichtigen Kurzparkzonen gelten voraussichtlich ab 1. September, teilte die grüne Bezirksvorsteherin Silvia Nossek per Aussendung mit. Ob das Pickerl im gesamten 18. Bezirk eingeführt wird, ist noch offen. Details - etwa auch in puncto Überlappungszonen mit anderen Bezirken - sollen bis zum Frühjahr geklärt werden. Beantragt kann der Sticker für Anrainer jedenfalls ab Anfang Juni werden

Rot-Grün überstimmte andere Parteien

Nossek hatte bei der Wien-Wahl das zuletzt ÖVP-dominierte Währing grün umgefärbt. Sie war unter anderem mit dem Versprechen in den Wahlkampf gegangen, als Bezirkschefin die Parkgebühr einzuführen - mehr dazu in Grüne forcieren in Währing das Parkpickerl.

Am Donnerstag wurde das Pickerl mit den Stimmen von Grünen und SPÖ beschlossen. ÖVP, FPÖ und NEOS stimmten dagegen. Der frühere ÖVP-Bezirksvorsteher Karl Homole hatte sich wiederholt gegen diese Maßnahme ausgesprochen und sich auf eine entsprechende von ihm durchgeführte Anrainerbefragung gestützt.

Bezirke unter Zugzwang

Währing dürfte aber nicht der einzige Bezirk bleiben, der das Parkpickerl neu bekommt. Die Vorsteher von Favoriten (SPÖ), Hietzing, Döbling (beide ÖVP) und Simmering (FPÖ) haben in den vergangenen Wochen bereits kundgetan, ebenfalls an eine Einführung - eventuell zum Teil noch heuer - zu denken. Derzeit haben - Währing noch nicht dazu gerechnet - 15 der 23 Wiener Bezirke die Pickerlpflicht - mehr dazu in Parkpickerl bringt Bezirke unter Zugzwang.

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