Endphase für Opernball-Debüts

Zum letzten Mal vor der Generalprobe am Mittwoch haben die 160 Debütantenpaare des Opernballs geprobt. Erstmals ist die Wiener Tanzschule Roman Svabek allein für die Eröffnung verantwortlich.

„Natürlich sind wir uraufgeregt. Erste Reihe, Millionen Menschen schauen sich das an, das ist ein großer Druck. Aber ich glaube, wir werden das super meistern“, so Debütantin Clara Planegger gegenüber „Wien heute“. „Ich probiere mal, bis zur Generalprobe nicht daran zu denken und dann wenn die Aufregung kommt alles ins positive zu wandeln“, sagte ihr Tanzpartner Jakob Soravia.

In der ersten Reihe wird auch Livia Zanella auftreten. Ihr Vater Renato Zanella hat im Jahr 2004 als Choreograph bei der Eröffnung des Opernballs für einen Unterhosen-Skandal gesorgt. „Da war ich erst 14 Jahre alt, als das war. Es war sicher nicht böse gemeint“, sagte Livia Zanella dazu.

Treichl-Stürgkh nimmt Abschied

„Quasi eine Familientradition, die ich wieder aufleben lasse“, sieht Debütant Cosimo Lippe: „Meine Urgroßeltern haben damals beim ersten von den 60 Opernbällen 1956 eröffnet.“ Auch Desirée Treichl-Stürgkhs Mutter hat 1956 eröffnet, die Tochter organisiert nun ihren letzten Ball. „Es ist immer eine Aufregung da und heuer besonders, weil ich glaube, man erwartet sich vom 60. Opernball sehr viel. Aber ich glaube auch, dass wir alle überraschen“.

Treichl-Stürgkh hatte ihren Abschied bei der Opernball-Pressekonferenz angekündigt - mehr dazu in Opernball: Spekulationen über Treichl-Nachfolge (wien.ORF.at; 19.1.2016). Bei „Menschen im Gespräch“ auf Radio Wien hat Treichl-Stürgkh eine erste Bilanz gezogen - mehr dazu in Treichl-Stürgkhs letzter Opernball.

Svabek erstmals allein verantwortlich

Der Wiener Tanzlehrer Roman Svabek ist erstmals allein für die Debütanten-Eröffnung verantwortlich. Die Choreographie ist eine Mischung von Ausschnitten der meistgespielten Eröffnungen der vergangenen 60 Jahre: Zu sehen sind Szenen aus der Annen-Polka, der Feuerfest-Polka, dem Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron und dem Radetzkymarsch sowie den Klipp-Klapp Galopp. „Es ist eine Eröffnung für einen Wiener Ball, genau so wie ich sie mir vorstelle“, sagte Svabek.

Er würde auch gerne mit der nächsten Opernball-Leitung zusammenarbeiten: „Natürlich ist das eine hohe Auszeichnung, ich würde mich freuen, wenn das weiter der Fall ist. Aber das ist alles noch in den Sternen, man wird sehen, es gibt noch viele Gespräche.“

Probe für Opernball-Eröffnung

Vor dem 60. Opernball ist die Anspannung nicht nur bei den Debütantinnen und Debütanten spürbar.

Für Gesprächsstoff sorgten auch die Krönchen von Marie Boltenstern. Sie verteidigte sich gegen Gerüchte, der Entwurf könnte von ihrem Vater, dem Designer Sven Boltenstern stammen: „Mein Vater hat schon sehr lange daran gearbeitet, dass Projekt überhaupt zu realisieren. Dafür bin ich natürlich wahnsinnig dankbar. Aber das Design ist von mir.“

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