Goldkuppel der Secession rostet

Die Kuppel und die Fassade der Secession sind sanierungsbedürftig. Die Betreiber hoffen auf eine Renovierung bis zum 120-Jahr-Jubiläum 2018. Mit der Stadt Wien als Besitzerin gibt es Gespräche, aber noch keine konkreten Ergebnisse.

Die Fassade der Secession hat Sprünge, die markante Goldkuppel rostet. Auch in Sachen Technik und Barrierefreiheit würde man gerne nachrüsten. „Es gibt einfach einen sehr grundlegenden Sanierungsbedarf, den die Fassade und die Kuppel miteinschließt. Derzeit ist es einfach nicht der strahlend weiße Tempel“, sagte Geschäftsführerin Annette Südbeck gegenüber „Radio Wien“. Insgesamt beziffert Südbeck die Kosten mit rund drei Millionen Euro.

Erste Sanierungen im Vorjahr

Von der Stadt Wien als Eigentümerin der Secession erhofft man sich kräftige finanzielle Unterstützung. Aus dem Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) heißt es, es brauche eine gemeinsame Anstrengung. Gespräche laufen derzeit, konkrete Ergebnisse gibt es jedoch noch nicht. Im Herbst wurde aber bereits die Lichtdecke saniert, die Stadt übernahm dabei rund die Hälfte der Kosten - mehr dazu in Secession muss „dringend saniert werden“.

Lutz Bacher, 2015
Lutz Bacher, 2015
Lutz Bacher arbeitet mit Fotografien und Installationen

Bacher-Schau im Februar

Mitte Februar startet in der Secession eine neue Ausstellung über Lutz Bacher. Die US-amerikanische Künstlerin agierte seit Beginn ihrer Karriere unter dem männlichen Pseudonym. Fotografien, skulpturale Arrangements, Videos, Soundarbeiten und raumgreifende Installationen - Bacher nutzt Bilder und Gegenstände, die im kollektiven Gedächtnis verankert und leicht abrufbar sind.

Ausstellungshinweis

„Lutz Bacher: More Than This“, 12. Februar bis 3. April 2016, Secession

Bacher verwendet etwa Pressefotos von Personen des öffentlichen Lebens, die durch mehrfaches Kopieren ein ästhetisches Eigenleben entwickeln oder Fundstücke aus Altwarenläden, die sie in ihre Installationen integriert. Nicht nur der menschliche Körper, Sexualität, Macht und Gewalt spielen in ihrer Arbeit eine zentrale Rolle, ein wesentliches Interesse gilt auch der bewussten Vermischung von privat und öffentlich.

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