Szekeres: KH Nord ist „finanzielles Fiasko“

Der Wiener Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres kritisiert in der Tageszeitung „Kurier“ den Wechsel der Projektleitung für den Bau des neuen Krankenhauses Nord scharf. Das Projekt sei bereits jetzt ein „finanzielles Fiasko“.

Laut Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) seien Fehlplanungen eines Statikunternehmens und der Konkurs einer Fassadenfirma für enorme Folgekosten, die erst kürzlich sichtbar wurden, verantwortlich. Deshalb habe nun die international tätige Firma Moser Architects die Projektsteuerung übernommen und solle einen reibungslosen Ablauf der Übersiedlung garantieren.

Teurer als vergleichbare Spitäler in Deutschland

„Ein Wechsel der Projektsteuerung mitten im Bau eines solchen Großprojekts ist mehr als bedenklich, denn damit müssen alte Verträge abgegolten und gleichzeitig auch neue bezahlt werden“, sagte Szekeres. Damit sei das Krankenhaus Nord schon jetzt ein „finanzielles Fiasko“ - mehr dazu in KH Nord wird Fall für Rechnungshof.

Das Krankenhaus soll Ende 2017 fertig gebaut sein. Rund eine Milliarde Euro an Kosten werde entstehen, hieß es vom KAV - mehr dazu in Letzte Bauphase für KH Nord beginnt. Auf seine Bettenzahl bezogen, sei das KH Nord wesentlich teurer als vergleichbare Krankenhäuser im Nachbarland Deutschland, heißt es in dem Artikel. Der KAV kontert offenbar, dass ein Vergleich anhand der Betten „hochgradig unseriös“, sei. Man müsse erst sehen, welche Abteilungen es in dem Krankenhaus geben werde.

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