Neues Nordwestbahnhof-Viertel wird höher

Auf dem alten Nordwestbahnhof entsteht derzeit ein neuer Stadtteil. Bis 2025 sollen dort rund 13.000 Menschen einziehen - mehr als ursprünglich geplant. Deshalb wird das neue Viertel auch ein bisschen höher als im ersten Entwurf.

Sehr viel hat sich gegenüber dem Entwurf sonst nicht verändert, die alten Grundsätze von der begrünten Mitte des Viertels sind alle erhalten geblieben, sagte Martin Forstner, Leiter der zuständigen Gebietsbetreuung gegenüber „Wien heute“. Einzelne Bürgerwünsche wie eine Durchwegung, Radwegsverbindungen und die Anbindung des Augartens wurden nun berücksichtigt.

Die größte Änderung: Die Stadt rechnet nun mit mehr Andrang in dem neuen Viertel, das zwischen Donau und Donaukanal entsteht. Nach der vollständigen Absiedlung des alten Frachtenbahnhofs nach Inzersdorf sollen im 20. Bezirk bis zum Jahr 2025 Wohnungen und Arbeitsplätze für rund 13.000 Menschen entstehen. Deshalb wird jetzt auch etwas größer und höher gebaut, als noch im ersten Architektenentwurf vor acht Jahren vorgesehen war.

Nordwestbahnhof Stadtplanung Viertel
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Das Viertel entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofs

Drei Hochhäuser geplant

Dazu wurde die Geschoßflächendichte ganz leicht angehoben, die Zahl der Wohnungen hat sich dadurch erhöht. In einzelnen Bereichen entlang des Parks kann jetzt bis 35 Meter Höhe gebaut werden, zusätzlich zu den immer schon geplanten Hochhäusern an drei Standorten - wie beispielsweise an der Dresdner Straße, wo 80 Meter hoch gebaut wird - mehr dazu in Neues Wohnareal in der Brigittenau.

Nordwestbahnhof Stadtplanung Viertel
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Das Hochhaus an der Dresdner Straße wird 80 Meter hoch

Stadtteil so groß wie Eisenstadt

Auch die Bauherren profitieren von der Anpassung, denn laut Stadtplanern ist der pro Wohnung anfallende Grundstückspreis niedriger, wenn höher gebaut wird. Weil in der Brigittenau ein Stadtteil entsteht, der in etwa so groß wie Burgenlands Hauptstadt Eisenstadt ist, wurde auch bereits bei der Anzahl der Kindergärten und Schulen nachgebessert.

Da der Park mit vielen Freizeitaktivitäten komplett autofrei sein wird, soll es Zuliefermöglichkeiten für die Geschäfte aber auch für die Bewohner geben, die zum Beispiel Möbel für die Einrichtung der neuen Wohnung transportieren wollen. Wie die Garagen angelegt werden, ist derzeit noch offen.

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