Grünen-Vorsprung durch Briefwähler gestiegen

Die Leopoldstadt hat am Sonntag eine neue Bezirksvertretung gewählt. Im vorläufigen Endergebnis inklusive Wahlkarten kommen die Grünen auf 35,3 Prozent. Das Ergebnis muss noch von der Wahlbehörde bestätigt werden.

Mit insgesamt 35,3 Prozent stellen die Grünen, wie bereits in den Hochrechnungen prognostiziert, die Bezirksvorsteherin. Dahinter folgt mit 28,1 Prozent die SPÖ mit dem bisherigen Bezirksvorsteher Karlheinz Hora, noch vor der FPÖ mit 22,5 Prozent. Die ÖVP kommt auf sechs Prozent und liegt damit auf dem vierten Platz vor NEOS (5,1 Prozent). Ebenfalls Teil der Bezirksvertretung ist Wien-Anders mit 2,3 Prozent. Die übrigen Kleinparteien bleiben unter einem Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 35 Prozent.

Endergebnis Leopoldstadt
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Vorläufiges Endergebnis inklusive Briefwahlkarten

Bestätigung durch Wahlbehörde ausständig

Bei den Mandaten kommen die Grünen nun auf 22 der 60 Sitze, das sind acht mehr, als in der aufgehobenen Wahl 2015. Die SPÖ verliert sieben Sitze und steht nun bei 17. Die FPÖ bleibt unverändert bei 14 Sitzen, die ÖVP verliert einen. NEOS und Wien-Anders bleiben bei drei bzw. einem. Erst nach Bestätigung durch die Wahlbehörde ist dieses Ergebnis dann auch offiziell, diese wird am 26. September vorliegen.

Wahlkarte
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799 Wahlkarten wurden nicht getauscht

Ein Viertel der Wahlkarten mangelhaft

„Insgesamt wurden 7.422 Wahlkarten ausgestellt. Aufgrund des bereits bekannten Produktionsmangels wurden in 3.170 Fällen die Wahlberechtigten kontaktiert und ein Austausch angeboten. 2.371 Wahlberechtigte haben die Wahlkarten getauscht. 799 Wahlberechtigte haben das angebotene Service nicht in Anspruch genommen“, heißt es in einer Aussendung aus dem Büro von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) betreffend der Wahlkarten.

Grüne Pläne für Leopoldstadt

In der Leopoldstadt übernimmt Ursula Lichtenegger nun die Bezirksvorstehung. Als erstes Großprojekt will sie den Praterstern umgestalten, wie sie im „Wien heute“-Interview erklärt. Neben einem Orientierungssystem soll er „luftig und durchlässig werden, damit sich alle wohlfühlen. Wir brauchen auch noch mehr Sozialarbeit, da diese die Kriminalität bekämpfen kann.“

Auch eine Umgestaltung der Praterstraße steht auf Lichteneggers Plan. Noch Anfang September forderte sie, dass zukünftig pro Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen für Autos bleiben soll. Von nur einer Fahrspur gehe sie nicht aus, sagt Lichtenegger nun jedoch im Gespräch mit „Wien heute“.

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