Parkpickerl: Weniger Autos in Währing

Anfang September ist in Währing das Parkpickerl gestartet. Nach einem Monat merkt man vor allem, dass weitaus weniger Autos im Bezirk unterwegs sind. Im benachbarten Döbling sieht es jedoch anders aus.

Die Peter-Jordan-Straße bildet die Grenze zwischen Währing und Döbling. Auf der einen Seite ist der 18. Bezirk und daher seit Anfang September Parkpickerlpflicht. Hier gibt es jede Menge freie Parkplätze. Auf der anderen Seite im 19. Bezirk stehen die Autos Stoßstange an Stoßstange. Seit Anfang September gilt das Parkpickerl im Bezirk - mehr dazu in Parkpickerl-Start setzt Döbling unter Druck.

Parkpickerl Jordan Straße
ORF
Die Peter-Jordan-Straße bildet die Grenze zwischen Währing und Döbling

Straßenbahn-Hotspots entschärfen

Die Peter-Jordan-Straße zeigt die Wirkung des Währinger Parkpickerls, über die sich vor allem die Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) freut. Sie hat das Pickerl für Währing durchgesetzt und zieht eine durchwegs positive Bilanz - ruhiger sei es geworden und es gibt nun auch mehr Platz: „Wir können viele der Dinge angehen, die bis jetzt nicht möglich waren. Wir haben schon zwei Stellen an der Währinger Straße und an der Kreuzgasse demnächst Hotspots für Straßenbahnblockaden entschärft. Das heißt da werden die Straßenbahnen nicht mehr hängen bleiben.“

Außerdem soll in Währing bald flächendeckend Radfahren gegen die Einbahn möglich sein und schmale Gehsteige verbreitert werden. Sogar auf der Hauptverkehrsader, der Währinger Straße gibt es genug Parkplätze, die Stimmung ist aber gemischt. „Bei uns in der Gentzgasse hat sich einiges getan, wir bekommen jetzt einen Parkplatz vor der Tür, was natürlich sehr angenehm ist“, freut sich eine Anrainerin gegenüber „Wien heute“.

Ein weiterer Passant mahnt jedoch: „Macht es Sinn die Autos einfach zu vertreiben? Dann stehen sie jetzt im 19. Bezirk und werden dort wieder vertrieben. Insgesamt ist das etwas kurzsichtig.“ Genau unter dieser Verdrängung leidet derzeit vor allem der Nachbarbezirk Döbling. Nun zieht auch hier der Bezirksvorsteher Konsequenzen. Anfang November dürfen alle Döblinger per Post abstimmen, ob sie das Pickerl auch wollen - mehr dazu in Döblinger Parkpickerl-Befragung im November.

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