Kühlturm auf Parlament ausgebrannt

Freitagfrüh ist ein Kühlturm des Parlaments in Wien in Flammen gestanden, nach einer Stunde konnte der Brand gelöscht werden. Der Sachschaden soll sich auf etwa 60.000 Euro belaufen. Verletzt wurde niemand.

Ursache des Brands waren Materialien, die während Wartungsarbeiten dort zurückgelassen wurden. „Die Kühlturme im Parlamentsgebäude werden regelmäßig gewartet, solche Arbeiten haben in letzter Zeit stattgefunden, wurden aber letzte Woche unterbrochen“, so die Sprecherin der Parlamentsdirektion, Susanna Enk, gegenüber Radio Wien. Außerdem fügte sie hinzu: "Der Kühlturm ist komplett kaputt, und es gibt leichte Wasserschäden, insgesamt dürfte sich der Schaden auf 60.000 Euro belaufen.“

Es waren keine Verletzten zu beklagen, der Betrieb ging ungestört weiter. Das Feuer war um 6.40 Uhr vom Landesgericht aus entdeckt worden, worauf man in der Sicherheitszentrale des Hohen Hauses anrief, berichtete Enk.

Angestellte lotsten Einsatzkräfte durch das Gebäude

Bereits zehn Minuten nach der Alarmierung traf die Feuerwehr ein und rief Alarmstufe zwei aus, da man von einem offenen Dachbrand ausging. Laufend gingen danach auch Anrufe von Passanten, die den Rauch entdeckt hatten, bei der Feuerwehr ein.

Kühlturm
Peter Ruckenstuhl
Der Kühlturm stand in Flammen und sorgte für einen Polizeieinsatz

70 Mann und 17 Fahrzeuge gingen zu Werke: Auf dem Schmerlingplatz wurden eine Drehleiter sowie eine Teleskopmastbühne in Stellung gebracht. Zugleich wurde ein Innenangriff gestartet, wobei Angestellte des Parlaments die Einsatzkräfte durch das verwinkelte historische Gebäude lotsten.

Gegen 7.40 Uhr war der Brand des Kühlturms, der aus vorerst unbekannter Ursache ausgebrochen war, gelöscht. Lediglich kleinere Glutnester wurden danach laut Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf noch bekämpft. Das letzte Fahrzeug rückte gegen 9.00 Uhr ab.

Kühlturm zur Gänze zerstört

Bereits um 8.20 Uhr war der Zugang zum Gebäude wieder freigegeben worden. Nach einer Begehung sollte um 10.00 Uhr von der Feuerwehr über die endgültige Freigabe auch der betroffenen Areale entschieden werden. Das waren die Fassade eines Innenhofes und das Stützpunktzimmer des SPÖ-Klubs, die durch das Löschwasser beschädigt wurden. Der Kühlturm wurde zur Gänze zerstört.

Dachbrand im Parlament

Freitagfrüh brach der Brand aus. Die Feuerwehr löste Alarmstufe zwei aus und rückte mit einem Großaufgebot an.

Trotz der Schäden ging der Betrieb im Hohen Haus ungestört weiter, so tagte am Freitagvormittag wie geplant die Präsidiale. Auch die Nationalratssitzung nächste Woche sei nicht gefährdet, sagte Enk.

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