Grippewelle am Hochschwappen

In der vorletzten Woche ist in Wien mit rund 9.000 Neuerkrankungen an Influenza und grippalen Infekten die diesjährige Grippewelle eingeläutet worden. Vergangene Woche hat sich die Situation verschärft.

„Weiterhin zunehmende Influenzavirus-Aktivität. Letzte Woche konnten in 70 Prozent der eingesendeten Sentinel-Proben (von durch Ärzte von Patienten abgenommenen Proben) Influenzaviren nachgewiesen werden. Derzeit weitere Zunahme der Influenzavirus-Aktivität in ganz Europa“, teilten am Dienstag die Experten vom Department für Virologie der MedUni Wien mit.

In Wien lag die Zahl der Neuerkrankungen im der Kalenderwoche 50. bei 9.000. Damit gab das Department für Virologie, Medizinische Universität Wien den Beginn der Grippewelle bekannt. Eine Woche darauf waren es bereits 11.400 gemeldete neue Fälle. In Kalenderwoche 49 waren es in Wien 6.700 Neuerkrankungen gewesen.

Um gut vier Wochen früher als in vergangenen Jahren

Der nunmehrige Ausschlag der saisonalen „Influenza-Fieberwelle“ nach oben erfolgt jedenfalls um gut vier Wochen früher als das in den vergangenen Jahren der Fall war. Die meisten Erkrankungen werden laut dem Zentrum für Krankheitskontrolle in Europa (ECDC) derzeit in Europa durch A(H3N2)-Influenzaerreger registriert.

Die A(H1N1)-Viren vom Typ der Pandemie 2009/2010 sind dazu im Vergleich aktuell relativ selten die Ursache der Erkrankungen. Experten kritisieren seit Jahren, dass sich in Österreich viel zu wenige Menschen gegen die saisonale Influenza impfen lassen.

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