Silvesterpfad: Drei Fälle sexueller Belästigung

Der 27. Wiener Silvesterpfad hat rund 650.000 Besucher angelockt. Dabei kam es laut Polizei zu drei Fällen von sexueller Belästigung und fünf Anzeigen wegen Körperverletzung. 30 Personen wurden festgenommen.

Die Polizei berichtete am Morgen von drei Fällen von sexueller Belästigung: „Im Fokus der Polizei standen die Delikte rund um sexuelle Belästigung, auch in Hinblick auf die Vorfälle in Köln im letzten Jahr. Hierzu ist zu sagen, dass in Wien so gut wie keine Vorfälle bislang bekannt sind. Drei sind bisher zur Anzeige gebracht, das sind auch drei [der Polizei] bekannte Täter“, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger gegenüber Radio Wien.

Die Tatorte waren am Silvesterpfad und in der Leopoldstadt. Die mutmaßlichen Täter konnten dank Videoüberwachung schnell ausfindig gemacht werden. Es handelte sich dabei um einen Inder, einen Iraker und einen Afghanen. In einem Fall unterstützte ein Zeuge die Beamten.

Anzeigen wegen Brandstiftung

Der Veranstalter des Silvesterpfads, „Stadt Wien Marketing“, hatte in einer Aussendung unterstrichen, Wien habe sich „einmal mehr als Stadt des friedlichen Miteinander präsentiert“. Abseits der Fälle von sexueller Belästigung kam es zu fünf Anzeigen wegen Körperverletzung. 30 Personen wurden festgenommen, zehn davon wegen strafrechtlicher Delikte. Die Polizei war am Abend mit 400 Beamten im Einsatz war - mehr dazu in Silvesterpfad: 400 Polizisten und 300 Securitys.

Fünf Personen wurden wegen Brandstiftung angezeigt, durch das illegale Verwenden von Silvesterraketen ist es zu zahlreichen Bränden gekommen, wie Eidenberger bestätigt: „Es ist hier zum Beispiel passiert, dass Hausmauern beschädigt worden sind durch Raketen oder Gegenstände auf Balkonen Feuer gefangen haben.“

Zwischen 14.00 und 2.00 Uhr wurden neun Standorte in der Innenstadt sowie je einer beim Riesenrad und in der Seestadt Aspern bespielt. Nach Familienprogramm, Musik, Kulinarik und Abendunterhaltung gipfelte das Fest um Mitternacht in zwei Feuerwerken am Rathausplatz und im Prater.

Dirigent Gustavo Dudamel (L) und die Wiener Philharmoniker am Freitag, 30. Dezember 2016 im Rahmen der Voraufführung des "Neujahrskonzerts 2017" im Wiener Musikverein
APA/Neubauer
Gustavo Dudamel dirigiert ab 11.00 Uhr das Neujahrskonzert

Neujahrskonzert ab 11.00 Uhr

Für 134 Mitarbeiter der MA 48 fing die Arbeit erst nach dem Fest an. Sie waren noch in der Nacht im Einsatz, damit sich die Wiener Innenstadt bereits in der Früh wieder gewohnt sauber präsentieren kann - mehr dazu in Neujahrsputz auf Wiener Straßen.

Für jene, die dann noch nicht genug haben, gibt es ein weiteres Kulturangebot: Vor der Oper und am Rathausplatz wird am 1. Jänner ab 11.00 Uhr das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker unter Dirigent Gustavo Dudamel live übertragen - mehr dazu in Countdown zum Neujahrskonzert. Für Langschläfer wird am Nachmittag eine Aufzeichnung des Konzertes zusammen mit Highlights aus der „Fledermaus“ in der Wiener Staatsoper gezeigt.

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