Bürgerinitiativen arbeiten zusammen

Einige von Wiens Bürgerinitiativen machen jetzt gemeinsame Sache. Sie kritisieren vor allem fehlendes Mitspracherecht bei vielen Bauprojekten, mit dem Zusammenschluss wollen sie ihren Forderungen nun mehr Gehör verschaffen.

Bis jetzt haben die Initiativen einzeln protestiert, offenbar mit zu wenig Erfolg, denn insgesamt acht Bürgerinitiativen haben sich jetzt zu einer Bewegung formiert. Dadurch wollen sie ihren jeweiligen Anliegen mehr Nachdruck verleihen. Momentan gebe es nämlich bestenfalls „Bürgerinformation statt Bürgerbeteiligung“, so der Vorwurf der Initiativen.

Ziel der Kritik sind Planungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Christoph Chorherr von den Grünen sowie Wohnbaustadtrat Michael Ludwig von der SPÖ. Ihnen will man nun vermehrt via Medien die eigenen Anliegen ausrichten und so auch die Öffentlichkeit informieren.

Acht Bürgerinitiativen vertreten

Dabei sind acht verschiedene Bürgerinitiativen, etwa die Bürgerinitiative Zögernitz, die gegen die Verbauung des Areals rund um das ehemalige Casino Zögernitz ist. Dort sollen neue Gebäude mit 46 Eigentumswohnungen samt Parkgarage entstehen. Die Bürgerinitiative spricht von einer „Verschandelung“ - mehr dazu in Kritik an Abriss beim Casino Zögernitz.

Die Initiative, die sich gegen das Neubauprojekt am Heumarkt ausspricht, ist ebenfalls vertreten. Es ist eines der umstrittensten Bauprojekte der vergangenen Jahre in Wien: die geplante Neugestaltung des Heumarkt-Areals im Bezirk Landstraße. Entsprechend war auch die Stimmung bei einer Bürgerversammlung - mehr dazu in Buhrufe für Heumarkt-Pläne.

Weitere Mitstreiter sind die Bürgerinitiativen Donaufeld, Marchfeldkanal, Siemensäcker, Steinhof gestalten, Strandbunker Alte Donau und Rettet den Hörndlwald. Sie alle beklagen, dass ihnen das zustehende Mitspracherecht vorenthalten wird.

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