Ungebrochene Fan-Unterstützung für Vienna

Ein Vienna-Fan zeigt Leidenschaft und Fairplay, aber auch Leidensfähigkeit. Obwohl der First Vienna FC möglicherweise ab nächster Saison in der vierten Leistungsklasse spielen muss, die Unterstützung der Fans ist ungebrochen.

Die Vienna hat schon bessere Zeiten erlebt. 1980 wechselt Hans Krankl in einem spektakulären Transfer von Barcelona zur Vienna. Auch Argentiniens Weltmeister Mario Kempes spielte in den blau-gelben Dressen und Andreas Herzog startete in Döbling seine Karriere. Alle spielten zu, für damalige Zeiten, gut dotierten Verträgen. Die aktuellen Spieler haben hingegen seit drei Monaten kein Geld vom Verein bekommen.

Vienna
ORF
Das Stadion auf der Hohen Warte

Ehrenamtliches Engagement für den Verein

Der aktuelle Spieler Kevin Krisch sagt jedoch: „Wir wollen beweisen, dass wirtschaftliche Situationen nicht das Wichtigste sind im Fußball – für Spieler, sag ich jetzt einmal. Wir sind nicht hier um einfach nur Geld zu verdienen, das ist nicht unser Credo. Sondern wir wollen hier spielen, um das zu zeigen, was hier auf den Bannern steht: Leidenschaft, Tradition. Und das wollen wir Tag für Tag verkörpern.“

Mit der Vienna verkörpern sich nicht nur die Spieler, auch die Fans zeigen ihre Verbundenheit, wie ein Fan erzählt: „Auch wenn sie jetzt in der dritten und vermutlich nächstes Jahr in der vierten Liga spielen, ist es trotzdem noch ein relevanter Verein. Wir engagieren uns ehrenamtlich um den Verein zu unterstützen und das ist es, was ich gerne für die Vienna mache.“

Markus Katzer und Steffen Hofmann
ORF
Für ein Benefizspiel gastiert Rapid in Döbling

Benefizspiel am Sonntag

Am Sonntag bestritt SK Rapid Wien auf der Hohen Warte ein Benefizspiel zugunsten des finanziell angeschlagenen First Vienna FC. Die erste Gläubigerversammlung der Vienna wird einen Tag nach dem Spiel stattfinden. Das Handelsgericht Wien hatte vor zwei Wochen über das Vermögen des Regionalliga-Ost-Vereins ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Die knapp 100 Gläubiger bzw. 32 Dienstnehmer, davon 22 Profispieler, können ihre Forderungen bis 14. April anmelden - mehr dazu in Rapid hilft Vienna mit Benefizspiel.

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