SPÖ-Parteitag: Frist für Gegenkandidaten endet

Nach den internen Streitereien wird der Parteitag der Wiener SPÖ Ende April mit Spannung erwartet. Fest steht, das Michael Häupl erneut als Landesparteichef kandidiert. Für mögliche Gegenkandidaten läuft die Frist heute aus.

Ende April treffen sich die Genossen, um ihren Landesparteichef zu wählen. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat bereits klar gemacht, dass er noch einmal kandidieren wird um bis zur Nationalratswahl im Amt zu bleiben. Danach will Häupl über seine Nachfolge reden - mehr dazu in Häupl-Rückzug nach Nationalratswahl.

Bis Samstag können Bewerbungen für den Parteivorsitz an die Wahlkommission gerichtet werden. Danach ist eine Kandidatur nur noch direkt am Parteitag möglich. Das ist allerdings mit erheblich größeren Hürden verbunden - Bewerber bräuchten beispielsweise eine Zweidrittelmehrheit unter den fast 1.000 Delegierten, um überhaupt zur Abstimmung vordringen zu können. Dem Vernehmen nach dürfte niemand gegen Bürgermeister Michael Häupl antreten.

Nachfolge von Wehsely noch offen

Fix ist das aber erst, wenn der gesamte Wahlvorschlag für das Team demnächst bekannt gegeben wird. Änderungen im Präsidium wird es jedenfalls geben, denn der Platz der ehemaligen SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely muss neu besetzt werden.

Sie ist derzeit noch eine der insgesamt fünf Stellvertreterinnen und Stellvertreter von Häupl. Als eine der aussichtsreichsten Kandidatinnen für die Funktion gilt Sandra Frauenberger, die Wehsely auch als SPÖ-Gesundheitsstadträtin gefolgt ist. Nachrücken könnten aber auch andere - derzeit nur einfache - Mitglieder des Vorstandes: Beispielsweise Klubchef Christian Oxonitsch oder Klubobmann im Bund, Andreas Schieder.

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