Plan gegen Gangbetten in Wiens Spitälern

Nach dem Prüfverfahren der Volksanwaltschaft, soll es in Wiens Spitälern keine Gangbetten mehr geben. Geplante Maßnahmen, wie ein dichteres „Monitoring“ und sogenannte Entlassungsmanager, sollen Engpässe ausschließen.

Der Wiener Volksanwalt Günther Kräuter leitete im Winter ein Prüfverfahren ein, um auf strukturelle Probleme hinzuweisen. Wie „Die Presse“ berichtet, ist das Verfahren bereits abgeschlossen. Ausgangspunkt waren im Jänner Berichte, wonach in Wiener Spitälern aus Personalmangel Gangbetten aufgestellt worden sind, obwohl Betten in den Zimmer frei gewesen wären - mehr dazu in Personalmangel: Gangbetten trotz freier Zimmer.

Gangbett Spital Krankenhaus
ORF
Gangbetten sollen bald der Vergangenheit angehören

Vorschläge des KAV

Die Volksanwaltschaft hat die Missstände scharf kritisiert und ein „Systemversagen“ festgestellt. Als Reaktion darauf hat der Krankenanstaltenverbund jetzt ein Konzept präsentiert, wie Gangbetten in den Gemeindespitälern künftig vermieden werden können: So sollen die Patienten künftig besser auf die Krankenhäuser verteilt werden, nicht nur bei einer Grippewelle. Mit Hilfe von sogenannten „Entlassungsmanagern“ soll die Aufenthaltsdauer der Patienten reduziert werden. Durch ein Monitoring-Programm sollen Gangbetten außerdem stündlich statt täglich erfasst werden.

Ab Mitte 2017 soll damit begonnen werden, der Vollbetrieb ist für Ende 2017 vorgesehen. Für den kommenden Winter soll es auch einen Grippeplan geben, der für Grippepatienten zusätzliche, reservierte Betten beinhaltet. Aus dem Büro Frauenberger heißt es gegenüber der Tageszeitung „Die Presse“, dass „die Vermeidung bzw. Reduktion ein sehr wichtiges Anliegen sei.“

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