Getreidemarkt: Radweg statt Auto-Spur

Im Mai startet der Umbau des Getreidemarkts. Geschaffen werden neue Radwege und eine Fußgängerquerung. Die Folge: Autofahrer müssen künftig im oberen Getreidemarkt-Abschnitt mit zwei statt bisher drei Fahrspuren auskommen.

Im Bereich der sogenannten Zweierlinie zwischen Mariahilfer Straße und Lehargasse - also bis Höhe des TU-Gebäudes - entsteht in den kommenden Monaten ein gut zwei Meter breiter, baulich vom Straßenbereich getrennter Fahrradweg, erklärte Bernhard Engleder, Chef der für Straßenbau zuständigen MA 28.

Durch den Verzicht auf die dritte Autospur auf der vielfrequentierten Verkehrsachse sollen aber keine Probleme entstehen. „Die Leistungsfähigkeit der Straße ist ausreichend. Staumäßig wird sich hier nichts Gravierendes verändern“, versprach Engleder - mehr dazu in Radweg am Getreidemarkt wird umgebaut.

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Fußgängerquerung auf Höhe der Lehargasse

Lückenschluss bis zum Naschmarkt

Das obere neue Radstück ist gewissermaßen ein Lückenschluss bis zum Naschmarkt bzw. der Operngasse. Im unteren Getreidemarkt-Bereich wurde der baulich getrennte Radweg schon im Vorjahr - ebenfalls von heftigen Diskussionen begleitet - errichtet. Davor war auf der gesamten Strecke nur ein schmaler Radstreifen auf die Fahrbahn gepinselt.

Überhaupt keinen Radweg gab es bisher in die Gegenrichtung. Das ändert sich demnächst. Denn von der Gauermanngasse bis zur Babenbergerstraße - also parallel zum Neubaustück Richtung Naschmarkt - baut die Stadt ebenfalls einen Radweg. Fahrspuren fallen dadurch keine weg. Um den Getreidemarkt künftig besser queren zu können, wird auf Höhe Lehargasse/Gauermanngasse - also beim „Spitz“ - ein ampelgeregelter Fußgänger- und Radübergang gebaut. Abgeschlossen sein soll das Projekt mit Ende der Sommerferien - also am 3. September.

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Der neue Getreidemarkt

Arbeiten starten Anfang Mai

An die neue Situation können sich die Autofahrer bereits ab Mai einstellen. Denn durch die Bauarbeiten - begonnen wird mit dem Tausch von Wasserrohren, erst dann wird an der Oberfläche gewerkt - stehen in beiden Fahrtrichtungen nur zwei Spuren zur Verfügung. An Wochenenden oder zu „verkehrsschwachen Zeiten“ wird es aber zusätzliche Einschränkungen geben, räumte der städtische Baustellenkoordinator Peter Lenz ein. Die Gesamtkosten inklusive Wasserrohrerneuerung belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro.

Baustellen-Grafik
Stadt Wien

Zahlreiche Sommerbaustellen

Der Getreidemarkt ist freilich nicht die einzige Baustelle, die auf die Wiener im Lauf des Sommers zukommt. Andere Schwerpunkte liegen u.a. auf diversen Bereichen des Inneren Gürtels oder auf der Westausfahrt, die saniert werden muss. Details über damit verbundene Sperren, Umleitungen und Beeinträchtigungen will man erst zeitnah zum Baubeginn (Mitte Mai bzw. Ende Juni) bekanntgeben, sagte Lenz. Die Planungen seien nämlich noch am Laufen. Lenz versprach aber, die Stadt bemühe sich, Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Außerdem werden Hauptverbindungen im Umkreis von Großbaustellen als „baustellenfreie Korridore“ uneingeschränkt befahrbar gehalten.

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