Wien plant „smartes Ampelsystem“

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) will alle Ampelanlagen an den Wiener Kreuzungen vernetzen. In Zukunft sollen sich Ampelphasen an die tatsächliche Verkehrslage anpassen - und Grüne Wellen verbessern.

Wiens Ampeln werden smart. Je nach Verkehrslage sollen die rund tausend Anlagen den Verkehr individuell regeln. Wenn etwa durch unvorhersehbare Ereignisse wie Unfälle oder durch Baustellen kurzfristig Staus entstehen, ist die neue Ampel laut dem Büro der Verkehrsstadträtin in der Lage, dies zu erkennen und durch entsprechende Schaltung den Stau schneller aufzulösen.

Tempoangaben am Smartphone

Alles soll vernetzt werden. So wird man im Navigationssystem bzw. auf dem Smartphone sehen, wie schnell man auf seiner Route fahren soll, damit man möglichst ohne rote Ampel durchkommt. Auch entsprechende Anzeigetafeln entlang bestimmter Routen könnten das Tempo für die Grüne Welle angeben.

Baustelle Gürtel 2017 Seidengasse Westbahnstraße
ORF
Das „smarte Ampelsystem“ soll Staus verringern

„Das braucht moderne Millionenmetropole“

„Zum Beispiel hätten wir mit dieser Ampel die Möglichkeit, die Grüne Welle bei 40 Km/h zu schalten um auf diese Art und Weise natürlich Stauvermeidung zu betreiben. Das braucht eine moderne Millionenmetropole wie Wien. Ich denke, dass das eine gute Investition ist in unsere Zukunft“, so Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou gegenüber Radio Wien.

Umrüstung kostet 20 Millionen Euro

20 Millionen Euro kostet die Umrüstung, ein großer Brocken im Budget des Verkehrsressorts. Aufgeteilt auf fünf Jahre wäre es aber schaffbar, meint Vassilakou. Und eines ist bei dem System auch berücksichtigt: Straßenbahnen und Busse sollen stets Vorrang haben.

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