Runder Tisch soll Rettung retten

Die Wiener Rettungsdienste sehen die Notversorgung in der Stadt gefährdet. Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) beruhigt und verweist auf einen schon vor Wochen einberufenen runden Tisch.

Mehr Geld und mehr Unterstützung von der Stadt: Das fordern Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser und Samariterbund. Denn dadurch, dass die Stadt immer mehr Krankentransporte von privaten Organisationen durchführen lässt, werden die Verdienste geschmälert. Einige Rettungsdienste müssen sogar Personal abbauen. Alleine beim Roten Kreuz soll ein Viertel der Sanitäter gekündigt werden. Im Notfall ist dann die Versorgung gefährdet, so die Befürchtung.

Runder Tisch zur Zukunft der Rettungsdienste

Die Stadt sieht die Notversorgung in Wien nicht in Gefahr: "Grundsätzlich ist zu sagen, dass wir in Wien an vielen Schrauben drehen, um die Notversorgung der Wienerinnen und Wiener auch in Zukunft bestmöglich aufzustellen. Im Notfall kann man sich auf die Rettungskette der Stadt Wien verlassen“, so Frauenberger in einer Aussendung.

Eine einfache Geldspritze soll es für die Rettungsdienste nicht geben. Stattdessen berief Frauenberger einen runden Tisch ein, an dem über die Zukunft der Rettungsdienste gesprochen werden soll. Um eine effiziente Versorgung zu garantieren, sind Reformen nötig. Dafür müssen der medizinische Fortschritt und moderne OP-Methoden genauso berücksichtigt werden wie Organisation, Abläufe und Prozesse sowie Fragen der Finanzierung.

Peter Hacker vom Fonds Soziales Wien leitet das Projekt, das in enger Abstimmung mit Rettungsorganisationen, der Wiener Gebietskrankenkasse und der Gewerkschaft vida läuft. Es gehe dabei um künftige Organisationsformen und die Weiterentwicklung von Regelwerken im bestmöglichen Einvernehmen mit allen Partnerinnen und Partnern, so Frauenberger. Sie versichere, die hohe Qualität der Rettungsdienste auch weiterhin sicherzustellen.

Rettungsorganisationen in Bedrängnis

In Wien wird beim Krankentransport immer öfter auf private Fahrtendienste zurückgegriffen. Die Rettungsdienste kritisieren das. Beim Wiener Roten Kreuz werden mit August 35 von 140 Sanitätern gekündigt - mehr dazu in Rotes Kreuz: 35 Sanitäter vor Kündigung.

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