Mehrere Lückenschlüsse im Radnetz

Die Arbeiten am Getreidemarkt stehen vor der Fertigstellung und damit auch die Eröffnung des neuen Radwegs. Nicht nur dort werden aktuell Lücken im Radwegnetz geschlossen. An insgesamt fünf Standorten gibt es bald neue Radwege.

„Wir brauchen mehr Radwege in Wien, weil wir die Nachfrage haben. Familien wollen mit ihren Kindern mit dem Fahrrad fahren, da fühlt man sich oft unsicher, wenn man mit viel Kfz-Verkehr die Straße teilt“, erklärt Radfahrbeauftrager Martin Blum. Einer der neuen Radwege ist jener im 17. und 18. Bezirk in der Lidlgasse. Hier arbeitet man seit Ende Juni, ab kommender Woche ist er erstmals befahrbar.

Radweg zwischen Spittelau und BOKU

Zur Entscheidungsfindung, wo ein neuer Radweg errichtet wird, gibt es zwei Herangehensweisen: „Einerseits gibt es ein Hauptradverkehrsnetz auf dem wir vorrangig Radwege bauen und auch Lücken schließen. Natürlich fließen in die Planung auch Anliegen von Bürgerinnen und Bürger ein. Das versucht man zu berücksichtigen und wenn möglich dort Verbesserungen umzusetzen.“

Das war etwa bei der Peter-Jordan-Straße in Währing und Döbling der Fall. Studierende haben sich hier Radfahren gegen die Einbahn gewünscht. Ab 8. September ist das möglich, erklärt Blum: „Man kann dann sehr gut von der Spittelau zur Universität für Bodenkultur fahren.“ Die Einbahnregelung in der Peter-Jordan-Straße besteht allerdings erst seit wenigen Monaten - mehr dazu in Döbling soll neue Einbahn bekommen.

Baubeginn in Kaisermühlen

Auch in der Gymnasiumstraße im 18. Bezirk, im 14. Bezirk bei der Keißlergasse und eben am Getreidemarkt im 6. Bezirk - zwischen Mariahilfer Straße und Lehargasse - fahren Radfahrerinnen und Radfahrer pünktlich zum Schulbeginn am Montag sicherer - mehr dazu in Endspurt für Getreidemarkt-Baustelle.

Die Arbeiten sind damit aber noch nicht abgeschlossen, sagt Blum: „Noch in diesem Jahr wird mit einem wichtigen Projekt im 22. Bezirk in der Kaisermühlenstraße begonnen, wo man dann vom 22. Bezirk noch viel besser auf die Donauinsel fahren kann.“ Der Radweg dort soll erst im kommenden Jahr fertig sein, genauso wie eine Fahrradstraße am Donauradweg nahe der Stadtgrenze.

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