Taxler fuhr Zechpreller quer durch Europa

Eine skurrile Anzeige eines Wiener Taxlers beschäftigt die Polizei Euskirchen in Deutschland. Er hat einen Fahrgast angezeigt, der ihn um 18.000 Euro geprellt haben soll. Die deutsche Polizei ermittelt nun auch, ob die Geschichte stimmt.

Ein 47-jähriger Wiener hat die Anzeige in Euskirchen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen aufgegeben. Der Schaden von 18.000 Euro entstand laut dem Taxler während einer Fahrt quer durch Europa samt einem Flug nach Mexiko, wie die Tagezeitung „Österreich“ berichtete. Ein Euskirchner Polizeisprecher bestätigte, dass eine entsprechende Anzeige entgegen genommen worden ist.

Reise dauerte einen Monat lang

Die Reise habe laut dem Geschädigten rund einen Monat gedauert, wobei der Sprecher sagte, dass der 47-Jährige für seinen Fahrgast schon des öfteren Transportfahrten unternommen hätte, wodurch sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden entwickelt habe - anders wäre die ganze Sache auch nicht nachvollziehbar. Grundsätzlich sei die Geschichte „ein Knaller“, und man ermittle natürlich auch dahin gehend, ob sie der Wahrheit entspreche.

Auch mehrere deutsche Medien berichteten online über die lange Fahrt des Wieners, unter anderem auch die „Aachener Zeitung“, die der Story den Titel „Unglaubliche Reise in unbezahltem Taxi: Monte Carlo, Münstereifel, Mexiko“ verlieh.

Insgesamt soll die Fahrt des Taxlers jedoch noch zahlreiche weitere Stationen gehabt haben und bereits am 10. Oktober in Wien ihren Ausgang genommen haben. Die Odyssee des Taxifahrers aus Wien begann am 10. Oktober. An diesem Tag holte er einen ihm bereits bekannten Fahrgast in Monte Carlo ab. Von dort an ging es über Nizza und Brüssel zunächst nach London, dann nach Zilina in die Slowakei, und weiter nach Bad Münstereifel, schon nahe bei Euskirchen, wo dann zwei Tage in einem Hotel verbracht wurden. Von dort brach das Duo dann erneut zum eigentlichen Ziel London auf.

Flug nach Mexiko, um Rechnung zu begleichen

Hier stellte der Fahrgast fest, dass er die 18.000 Euro nicht bezahlen könne, aber auf seinem mexikanischen Konto sei ausreichend Geld, worauf das Duo nach Mexiko aufgebrochen sei. In Cancun soll sich der Fahrgast, dessen Name dem Geschädigten nicht bekannt sei, verschwunden sein. Mit dem Geld seiner Frau soll es der Wiener dann wieder nach London zurück geschafft haben, um von dort nach Euskirchen zu fahren, um dort die Anzeige zu erstatten.

Die Übernachtung in Münstereifel sei dann auch der Grund, weshalb die Anzeige in Euskirchen aufgegeben wurde, denn der Geschädigte vermutete familiäre Bindungen seines Fahrgasts in diese Gegend, sagte der Polizeisprecher.

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