Die homöopathische Hausapotheke

Die einen schwören darauf, die anderen halten gar nichts davon. Bei der Homöopathie scheiden sich die Geister. Dennoch ist die Alternativmedizin weit verbreitet. „Radio Wien“ - Apothekerin Elisabeth Sommer informiert.

Homöopathische Präparate werden aus Substanzen des Pflanzen-, Tier- und Mineralreiches gewonnen und mittels Verschüttelung oder Verreibung anwendbar gemacht. Verwendet werden sowohl Einzelmittel als auch Kombinationen. Homöopathische Arzneien sind als Globuli, Tropfen, Salben und Zäpfchen erhältlich. Das Wirkprinzip der Homöopathie lautet: Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt, das bedeutet, es werden die Wirkstoffe der Mittel nach den Symptomen ausgesucht. Vereinfacht gesagt, einem Kranken werden in starker Verdünnung die Stoffe verabreicht, die die Krankheit verursachen können und genau gegen diese Symptome wird es in potenzierter Form eingesetzt.

Sendungshinweis:

„Gut gelaunt in den Tag“, 26. Dezember 2017

Beispiel ist etwa das homöopathische Mittel gegen Schnupfen „Allium cepa“, gewonnen aus der Küchenzwiebel. Wenn der Schnupfen mit einem klaren flüssigen Sekret verbunden ist, genauso wie es eben auch beim Zwiebelschneiden auftritt, dann kommt „Allium cepa“ zum Einsatz. Auch bei Verdauungsbeschwerden gibt es ein klassisches homöopathisches Mittel, „Carbo vegetabilis“, die Holzkohle. Gegen Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit gibt es ebenfalls Abhilfe: „Avena Sativa“, der Hafer. Er wirkt vor allem nervenstärkend und beruhigend, aber er hilft auch bei Konzentrationsschwäche, Herzklopfen oder Schlaflosigkeit.

Erste Hilfe gibt es auch bei Augenschmerzen: „Euphrasia officinalis“ ist der Augentrost und kann bei allen Arten von Augenbeschwerden angewendet werden, bei brennenden Augen, bei Tränenfluss oder auch beim Heuschnupfen. Weitere „Erste Hilfe“ – Mittel sind bei Fieber: „Aconitum napellus“, bei Insektenstichen „Apis mellifica“ oder bei Verletzungen „Arnica montana“.

Globuli
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Auf die richtige Einnahme achten!

Besonders wichtig ist die richtige Einnahme der Tropfen oder Globuli, sie ist nämlich sehr wichtig für die Wirksamkeit. Homöopathische Mittel werden über die Mundschleimhaut aufgenommen, das heißt man soll sie langsam im Mund zergehen lassen. Die Kügelchen am besten unter die Zunge legen, die Tropfen auch etwa eine Minute im Mund behalten bevor sie geschluckt werden.

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