Resilienz- Stark durchs neue Jahr

Was versteht man unter Resilienz, wie merkt man, dass die Widerstandskraft nachlässt und was kann man tun, um die Resilienz zu fördern- Kommunikationsexpertin Nana Walzer hat Tipps, wie wir stark durchs neue Jahr kommen.

Unter Resilienz versteht man meist besonders die psychische Widerstandsfähigkeit, also die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Sie setzt sich aber aus 3 Faktoren zusammen: aus der körperlichen Gesundheit, der psychischen Fähigkeit zur Bewältigung von Schwierigkeiten aller Art und der Fähigkeit zur Selbsterhaltung, v.a. erkennbar an emotionaler Stabilität.

Resilienz fördern

Resilienz ist das Gegenteil von Verwundbarkeit, meint damit so viel wie „innere Stärke“. Wir können sie fördern, indem wir auf unseren Körper achten und ihm geben, was er braucht (Ruhe, richtige Ernährung und ausreichend Bewegung). Zum Zweiten, indem wir in guten Beziehungen leben, die unsere emotionale Stabilität unterstützen. Und zum Dritten, indem wir durch Bildung aller Art gelernt haben, mit Krisen konstruktiv und selbstbestimmt umzugehen. Wir also das Gefühl haben „komme was wolle, ich werde das schaffen“.

Sendungshinweis:

„Radio Wien am Nachmittag“, 4.1.2018

Diese Zuversicht in sich und das Leben ist wohl der Schlüsselfaktor für Widerstandskraft. Verlieren wir sie, so sind wir dazu aufgefordert, hinter unsere bisherigen Denk- und Verhaltensweisen zu schauen und uns wieder neu aufzustellen, indem wir ein Stück weit unabhängiger von energieraubenden Gewohnheiten werden.

Frau streckt freudig Arme in die Höhe
Colourbox.de

Wann geht uns die Energie aus

Kurz gesagt, wenn zum einen die körperliche Widerstandskraft nachlässt und wenn uns zum anderen die Lust auf die Außenwelt vergeht. Wir haben dann Verspannungen, Verdauungsprobleme, Schmerzen aller Art wie Kopfschmerzen. Wir können uns schlechter konzentrieren und neigen dazu, uns wehzutun, also etwa aus Unachtsamkeit zu stolpern. Und wir sind natürlich anfälliger für Infektionen aller Art, weil das Immunsystem runterfährt.

Zum anderen sind wir schlecht gelaunt, werden leicht nervös bis aggressiv, bissig und abweisend. All dies sind Zeichen dafür, dass wir Ruhe brauchen. Wir sollten uns dann Abstand von der Welt gönnen und unserem Körper beim Wiederaufbau seines Energiehaushalts unterstützen. Wenn wir diese Entspannungs- und Regenerationsphasen über längere Zeit übersehen und uns völlig verausgaben geraten wir in die Erschöpfung, das kann bis hinein ins Burnout gehen oder in die Depression führen.

Link:

Nana Walzer
Nana Walzer: „Die Kunst der Begegnung“

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