„Fidget Spinner“-Hype in Wiens Schulen

„Es macht irgendwie Spaß“ und „es entspannt irgendwie“. „Fidget Spinner“ sind der neue Trend in Wiens Schulen. Sie sehen Kugellagern ähnlich und man balanciert sie auf den Fingern. Damit treiben Schüler manche Lehrer in den Wahnsinn.

„Es hat jeder gekauft und es macht einfach nur Spaß“, erzählt ein Schüler und beschreibt den neuesten Trend aus dem Internet. „Fidget Spinner“ - auf Deutsch: unruhige Kreisel - sind Kugellagern ähnlich und werden zwischen zwei Fingern balanciert und in Umdrehung versetzt. Dabei agieren die Nutzer mit Geschicklichkeit und werfen die Kreisel von einem Finger zum anderen.

Fidget Spinner

ORF

Die „Fidget Spinner“ sind wahre Verkaufsschlager

200 bis 300 pro Tag verkauft

Ursprünglich wurden das Spielzeug von den Brüdern Mark und Matthew McLachlan entwickelt und über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert. Sie wollten damit Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) helfen. In kürzester Zeit wurden sie zum weltweiten Kassenschlager und verkaufen sich um etwa sieben Euro.

Erst seit Kurzem sind die Kreisel in Wien erhältlich, doch man findet kaum ein Geschäft in dem die „Fidget Spinner“ nicht schnell ausverkauft sind. Sonja Tomaschek, Geschäftsführerin vom Geschäft STAXX, erzählt gegenüber „Wien heute“: „Wir verkaufen ungefähr 200 bis 300 Stück am Tag, das ist ein Trend bei den jungen Leuten. Die Zielgruppe ist sechs bis 13 Jahre alt. Begonnen hat das mit einem Star, der das auf Instagram gepostet hat - und seitdem reißt das nicht ab und alle wollen das haben.“

„Fidget Spinner“-Hype erreicht Wien

Finanziert wurden die Kreisel mit einer Kampagne im Internet. Ursprünglich wollten die Erfinder 15.000 US-Dollar für den Start lukrieren - es wurden über sechs Millionen.

Für Lehrer „wie ein Virus“

In Wiens Schulen sind die Kreisel in den letzten Wochen ebenfalls angekommen - zum Leidwesen mancher Lehrer, wie Christoph Haslinger vom Goethegymnasium erzählt: „Das war wie ein Virus, wie ein Virus, das sich ausbreitet. Das hat eingeschlagen wie ein Hype, das war von heute auf morgen einfach da. Aber es gibt auch Schüler, die während der Schule damit spielen, die werden dann von Lehrern abgesammelt und im Konferenzzimmer liegen auch schon einige davon.“

Ob der Hype bald wieder abreißt - und ein Ende wie „Pokemon Go“ findet - ist ungewiss. Die Läden rüsten sich jedenfalls vor dem nächsten Ansturm, denn dort hofft man, dass sich diese Kreisel in Wien noch möglichst lange drehen.