Silvester: Eigene U-Bahn für Schwerverletzte

Auf dem Silvesterpfad sorgen am Sonntag mehr als 70 Sanitäter und Notärzte für die Sicherheit der Besucher. Im Notfall sollen Schwerverletzte vom Stephansplatz mit der U-Bahn aus dem Getümmel gebracht werden.

Mehr als eine halbe Million Besucher werden auch heuer wieder am Silvesterpfad erwartet - mehr dazu in Silvesterpfad an elf Locations. Die Rettungsautos können bei diesen Menschenmassen aber nicht überall zufahren. Deshalb richtet die Wiener Berufsrettung eine Ambulanz in der - ab 22.00 Uhr - gesperrten U-Bahnstation Stephansplatz ein.

„Wir haben dort einen Versorgungsplatz aufgebaut, um Schwerverletzte aus dem Bereich des Silvesterpfades übernehmen zu können, diese für den Transport vorzubereiten und dann mit einer U-Bahn zu einer Station zu bringen, wo sie an ein Rettungsauto übergeben werden können“, sagt der Sprecher der Wiener Berufsrettung Andreas Huber gegenüber Radio Wien. Insgesamt werden fünf Sanitäterinnen und Sanitäter in der U-Bahn-Ambulanz im Einsatz sein.

U-Bahn-Garnitur der Linie U1 in der Station Stephansplatz

APA/Georg Hochmuth

Berufsrettung richtet U-Bahn-Ambulanz in Station Stephansplatz ein

Versorgung in der Stadt laut Rettung „sichergestellt“

Oberirdisch sorgt der Samariterbund auf dem Silvesterpfad für die Feiernden. Rund 60 Sanitäter sowie sechs Notärzte sind von 14.00 Uhr bis 3.00 Uhr Früh mit sieben Rettungstransportwagen und zwei mobilen Notfahrzeugen in der Inneren Stadt im Einsatz. Am Rathausplatz, am Neuen Markt und Am Hof stehen Ambulanzen für erkrankte oder verletzte Personen bereit.

Generell ist in Wien der Rettungsdienst an Silvester nur normal besetzt. „Wir haben aber die Ambulanzdienste bei den Großveranstaltungen und zusätzlich mehr Personal am Katastrophenzug. Das heißt, dass wir besser auf Ereignisse, wo mehrere Verletzte erwartet werden, reagieren können“, sagt Huber. Laut dem Sprecher sei so die Versorgung auch in der Silvesternacht „sichergestellt“.

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Auch heuer werden wieder 600.000 Besucher am Silvesterpfad erwartet

Polizei setzt auf Lkws als Rammschutz

Die Polizei wird beim Silvesterpfad schwer beladene Lastwagen als Rammschutz einsetzen. Die Lkws werden so abgestellt, dass sie keine Fluchtwege versperren. 240 Polizisten werden auf dem Silvesterpfad zusätzlich im Einsatz sein.

Zu den zusätzlichen Polizeibeamten kommen außerdem Security-Mitarbeiter vonseiten des Veranstalters. Und die Polizei hat auch bekanntgegeben, dass sie Videoüberwachung einsetzen wird. Ebenso warnte die Landespolizeidirektion am Freitag insbesondere vor Taschendieben und empfahl, nicht viel Bargeld bei sich zu tragen - mehr dazu in Silvesterpfad: Lkws als Rammschutz.

Hubert Kickinger, wien.ORF.at

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