Kultur

„Heute kein Opernball“-Lichtinstallation

Wohl mit ein bisschen Wehmut hat die Wiener Staatsoper am Donnerstag daran erinnert, dass das Fest 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Auf einer Lichtinstallation fast über die gesamte Front war am Abend der Schriftzug: „Heute kein Opernball“ zu lesen.

Gebildet wurde die Installation durch zarte LED-Leuchtlinien in jeder der fünf Öffnungen der Schwindloggia hin zum Ring. „Sie bilden eine computergesteuerte Matrix, die es ermöglicht, in jeder Öffnung jeden Buchstaben des Alphabets darzustellen“, hieß es seitens der Oper. Einzelne Wörter sind ebenso darstellbar wie Animationen, die ganze Sätze bilden. Allerdings funktionierten am Abend einige Elemente nicht, auch wenn sich die Buchstaben problemlos erkennen ließen.

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„Kein Opernball heute“-Lichtinstallation an der Wiener Staatsoper
ORF/Marcel Lehmann
„Kein Opernball heute“-Lichtinstallation an der Wiener Staatsoper
ORF/Marcel Lehmann
„Kein Opernball heute“-Lichtinstallation an der Wiener Staatsoper
ORF/Marcel Lehmann
„Kein Opernball heute“-Lichtinstallation an der Wiener Staatsoper
ORF/Marcel Lehmann
„Kein Opernball heute“-Lichtinstallation an der Wiener Staatsoper
ORF/Marcel Lehmann

Nach Lockdown: Rundgang in Staatsoper

Am Freitag öffnet die Staatsoper wieder für ihre Besucherinnen und Besucher. Zwar gibt es noch keine Opernvorstellungen vor Publikum, für Kunstinteressierte öffnet das Haus am Ring aber als Museum bei freiem Eintritt.

In normalen Zeiten nehmen in der Staatsoper pro Saison bis zu 280.000 Gäste an Führungen durch das Haus am Ring teil, coronabedingt muss derzeit allerdings eine Alternative her: Kulturinteressierte werden nun auf einem per Pfad und Informationstafeln ausgeschilderten Rundgang durch eine Kunst- und Architekturausstellung geleitet, bei dem sie auf insgesamt 17 Stationen Details zur Geschichte des Hauses, den Deckenfresken, Statuen und Wandmosaiken erfahren können.

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Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Die Feststiege
Feststiege in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Teesalon in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Der Teesalon
Teesalon in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Detail Teesalon
Marmorsaal in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Der Marmorsaal
Detail Schwindfoyer in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Deckenansicht im Schwindfoyer
Detail Schwindfoyer in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Detail Schwindfoyer
Detail Schwindfoyer in der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Vestibül, Feststiege, Prunkräume und kaiserliche Mittelloge

Statt Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Wagner, gibt es August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll zu bestaunen. Die beiden sind die Architekten des 1869 eröffneten Prachtbaus auf der Ringstraße. Errichtet im Stil der Neorenaissance ist das Gebäude aber nicht nur für Architekturliebhaber interessant.

Freier Eintritt
Die Öffnungszeiten sind von Freitag bis Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr. Der letzte Einlass ist um 15.30 Uhr.

Zu sehen sind der Eingangsbereich der Oper, die Feststiege, die Prunkräume Teesalon, Gustav-Mahler-Saal, Marmorsaal, Schwindfoyer und Loggia sowie die kaiserliche Mittelloge. Über QR-Codes können weiterführende Informationen, Fotos, Videos oder Tondokumente auf der Website der Staatsoper angesteuert werden.

Eintrittsgeld wird dafür nicht verlangt, wer will, kann für die Jugendarbeit der Wiener Staatsoper eine Spende hinterlassen. Im Haus sind FFP2-Masken zu tragen, außerdem müssen zwei Meter Abstand und alle weiteren derzeit geltenden Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Coronakonform dürfen maximal 130 Gäste gleichzeitig im Haus unterwegs sein.

Erste Opernvorstellungen vor Publikum noch ungewiss

Wann es die ersten Opernaufführungen vor Publikum im Haus am Ring geben wird, steht indessen noch nicht fest. Am Montag will die Bundesregierung bei einer Pressekonferenz Details für Veranstaltungen und den Kulturbereich bekanntgeben. „Das müssen wir abwarten und dann können wir entscheiden“, heißt es aus der Pressestelle der Staatsoper.