Konkret geht es um Holzstege und eine Hängebrücke, auf denen Besucherinnen und Besucher im Tropenhaus Flughunde, Schildkröten, Fische, Vögel und Äffchen beobachten können. Das feuchte Klima hat die Holzkonstruktion morsch werden lassen und sorgt auch für Rost, so Direktor Michael Mitic gegenüber Radio Wien: „Bei der letzten Begehung hat uns der Statiker gesagt, dass wir heuer mit der Sanierung anfangen müssen.“

Höhe der Sanierungskosten noch unklar
Laut ersten Kostenschätzungen wird mit mindestens 750.000 Euro gerechnet. „Wir holen gerade die Anbote ein, die Professionisten müssen sich das anschauen. Noch wissen wir nicht, wie weit wir graben müssen. Wie bei einem Zahn müssen wir aushöhlen, was notwendig ist und danach werden wir unsere Entscheidung treffen müssen“, so Mitic.
Auch wenn demnach auch noch nicht geklärt ist, ob es zu einer vollständigen oder teilweisen Sperre im Haus des Meeres kommen wird, „die Tiere bleiben für die Besucher sichtbar, wenn wir rausmüssen“, kündigte Mitic an. Sie sollen während der Sanierung in einem Teil des neuen Zubaues untergebracht werden.
Der Direktor hofft nun auf möglichst viele Besucher, um mit den Eintrittsgeldern die Sanierung finanzieren zu können. Denn die zusätzlichen Kosten treffen das Haus des Meeres in einer finanziell schwierigen Situation, sagte Mitic: „Die Rückzahlungen für den Zubau waren auf Schiene – aber wir haben noch Rückzahlungen für 1,5 Millionen Euro, die wir aufnehmen mussten, um Corona zu überstehen. Förderungen vom Bund sind noch nicht ausbezahlt.“